de
  • de
  • en
  • fr
  • nl
de
  • de
  • en
  • fr
  • nl

Warum das Plastikproblem nicht einfach gelöst ist

auf May 12, 2021

Der Fokus liegt oft auf dem Recycling von Kunststoff. Bei einem Überschuss an Plastikmüll, der nie verrottet und einer ständig wachsenden Produktion von Plastikartikeln, klingt das wie Musik in Ihren Ohren. Das Recycling von Kunststoff sorgt dafür, dass aus Plastikmüll neues Plastik hergestellt werden kann. Klingt gut oder? In der Praxis ist es leider (oft) nicht so einfach.

Plastic waste, plastic vervuiling, plastic recyclen

Kunststoff hat eine Reihe von Vorteilen. Der Herstellungsprozess ist günstig, man kann damit Produkte wasserdicht verpacken und Medizinprodukte und Lebensmittel lassen sich am besten in Plastik einwickeln einbiegen in eingepackt. Doch neben diesen Vorteilen gibt es auch einige Nachteile. Plastik enthält viele giftige Stoffe, ist schwer zu recyceln und unsere Recyclingsysteme können die Menge an Plastik, die wir verbrennen müssen, nicht verarbeiten. Bei der Verbrennung von Kunststoff werden zusätzliche Giftstoffe freigesetzt.


Plastikverschmutzung verhindern
Wie in unserem vorheriger Blog über Plastikmüll wie gesagt, jedes Jahr wird immer mehr Plastik produziert. Bis 2050 werden mehr als 600 Millionen Tonnen Plastikartikel pro Jahr produziert. Und das, während die Recyclingsysteme die Menge an Plastik nicht mehr bewältigen können. 28 große internationale Unternehmen, darunter Philips und Shell, haben daher Allianz gegen Plastikmüll (AEPW) gegründet. Gemeinsam investieren sie rund 1 Milliarde Euro mit dem Ziel, den Austritt von Plastikmüll in die Umwelt zu minimieren.

Eine Initiative, bei der die Königlicher Verband der niederländischen Chemischen Industrie (VNCI) begeistert vom Publizieren. Die von der AEPW unterstützten Projekte sind meist Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur in weniger entwickelten Ländern. Oft gibt es kein staatliches System, das die Rückgabe von Plastik durch die Verbraucher sicherstellt. In vielen Ländern liegt daher viel Plastik herum und Tonnen von Plastik verschwinden in Flüssen. Dass große Unternehmen viel Geld zur Verfügung stellen, um Projekte in diesen Ländern anzukurbeln, klingt für uns großartig!


Der größte Plastikverschmutzer der Welt: Coca Cola
Genau das ist die Absicht dieser großen Unternehmen. Viele dieser großen Unternehmen haben sich dem Recycling von Kunststoff verschrieben. Nehmen wir Coca-Cola als Beispiel. Untersuchungen haben gezeigt, dass sie die größten Plastikverschmutzer der Welt sind. Kein Wunder, wenn man sich die Produktion des Unternehmens anschaut. Coca-Cola produziert weltweit 88 Milliarden Flaschen pro Jahr. Wie viele andere Unternehmen legt das Unternehmen die Verantwortung für den Plastikmüll, der nach dem Konsum zurückbleibt, auf den Verbraucher. Das Unternehmen möchte, dass Verbraucher die Flaschen per Pfand zurückgeben. Auf diese Weise will Coca-Cola bis 2025 alle Verpackungen weltweit recyceln. 

Etwas Stiftung für Plastiksuppe stark bezweifelt. Coca-Cola verkauft auch Erfrischungsgetränke in Ländern, in denen es kein Pfandsystem gibt. Es ist nicht klar, wie Coca-Cola sicherstellen soll, dass jede dort verkaufte Dose und Flasche wieder gesammelt wird und somit nicht in der Natur landet. Außerdem stellt sich die Frage: Wie stellt Coca-Cola sicher, dass eine auf die Straße geworfene Flasche letztendlich recycelt wird?

cola plastic vervuilen, plastic recyclen

Noch mehr Plastik produzieren....
Coca-Cola ist nicht das einzige Unternehmen, das sich der Verantwortung für das daraus resultierende Plastikproblem entzieht. Viele große Unternehmen geben dem Verbraucher die Schuld für das Plastikproblem. Aber wir vertrauen den 28 großen internationalen Unternehmen, die die AEPW gegründet haben, oder? Denn diese Unternehmen würden dafür sorgen, dass das Plastikproblem aktiv angegangen wird.

Nach der Untersuchung der Stiftung für Plastiksuppe zeigt, dass einerseits so getan wird, als könne die Industrie die Umweltverschmutzung bekämpfen, andererseits aber auch viel neues Plastik produziert wird. warte was? So ist es. Shell, ExxonMobil und Dow (Ölriesen, die zu den 28 Initiatoren der AEPW gehören) investieren zig Milliarden Dollar in den Bau neuer Kunststofffabriken. Die Herstellung von neuem Plastik ist so günstig, dass Recycling nur mit Steuergeldern aufrechterhalten werden kann. Etwas, das nur in wohlhabenden Ländern erreicht werden kann… 

Kurz gesagt investiert die AEPW etwas mehr als eine Milliarde Euro in die Bekämpfung der Plastikverschmutzung. Aber es investiert zig Milliarden in die Herstellung von neuem Plastik. Das klingt nach Wischen mit vielen Wasserhähnen.


Leider (noch) keine Lösung für die Plastikkrise
Es zeigt sich einmal mehr, dass das Plastikproblem sehr kompliziert ist. Und es macht auch deutlich, dass es keine wirklich eindeutige Lösung gibt. Unternehmen machen viel Lobbyarbeit, um keine Steuern auf Plastik zu erheben, und Coca-Cola hat es bis vor kurzem vorgezogen, auf seine Produkte überhaupt kein Pfand zu erheben. Es scheint, dass immer mehr Unternehmen die Ernsthaftigkeit des Plastikproblems erkennen. 

Es ist zu hoffen, dass sich Unternehmen schnell für andere Verpackungen entscheiden oder zumindest Verantwortung für den von ihnen produzierten Kunststoff übernehmen. Regierungen könnten beispielsweise eine Steuer auf Plastik einführen. Dadurch sind Unternehmen mehr oder weniger gezwungen, sich für andere, nachhaltigere Verpackungen zu entscheiden.


Sie möchten Ihren Plastikverbrauch selbst reduzieren?
Obwohl wir glauben, dass das Plastikproblem größtenteils bei großen Unternehmen liegt, können Sie auch selbst etwas tun, um Ihren Plastikverbrauch zu reduzieren. Durch die Anpassung unseres Alltags können Sie bereits jetzt jährlich Kilos Plastik einsparen. Denn viele Kleinigkeiten helfen am Ende viel! 


HINTERLASSE EINEN KOMMENTAR

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor ihrer Veröffentlichung genehmigt werden müssen


ZURÜCK NACH OBEN